Sportlegenden. Aus Riesa.

Gernot Weser

Gernot Weser begann 1959 beim MC Pneumant Riesa seine sportliche Karriere als Motorradrennfahrer. Auch heute noch fährt Gernot Weser, seine Liebe gilt dabei den Oldtimer Motorrädern. In den Jahren 1975 bis 1982 wurde er achtmal hintereinander Deutscher Meister der DDR in der 50 ccm Klasse. Bereits 1973 wurde er zum ersten Mal Meister. In seiner Laufbahn gewann Weser insgesamt fünfmal das Rennen auf dem Sachsenring, davon dreimal in Folge und fünfmal das Rennen in Schleiz. Der gebürtige Riesaer beendete seine aktive Laufbahn 1983 beim Internationalen Rennen in Horice / Tschechische Republik. Doch auch heute noch ist er beim Veteranen Fahrzeug Verband im historischen Rennsport tätig. Gernot Weser lebt in Riesa und arbeitet als selbständiger Schlossermeister. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Willi Arlt

Willi Arlt war der erste deutsche Nationalspieler aus Riesa. Der am 27. Oktober 1919 in Bobersen geborene Arlt galt als riesiges Sturmtalent und spielte von 1936 bis 1942 für den Riesaer SV (RSV). Mit ihm gelang den Riesaern der Aufstieg in die Gauliga Sachsen. Im Debütjahr belegten Arlt und der RSV einen vierten Platz. Mit 19 Jahren bekam er das erste Mal eine Berufung in die Gau-Auswahl Sachsens und spielte zwischen 1938 und 1940 13 Mal für die Auswahl. Dabei fiel er auch dem Reichstrainer Sepp Herberger auf. Der Linksaußen wurde erstmals am 25. September 1938 in die Nationalmannschaft berufen. Sein erstes offizielles Spiel machte der dann am 29. Januar 1939 gegen Belgien in Brüssel. Willi Arlt brachte es auf elf Einsätze in der Nationalmannschaft und schoss zwei Tore. Seine eindrucksvolle Karriere wurde ihm durch den zweiten Weltkrieg verwehrt. Er kam in sowjetische Kriegsgefangenschaft und starb kurz vor seiner geplanten Rückkehr in die Heimat am 27. Juli 1947.

Ulf Kirsten

Ulf Kirsten gilt als der beste deutsche Torjäger der 1980er und 1990er Jahre. Seine Karriere begann bei Chemie und bei Stahl Riesa. Danach war er ein unersetzliches Mannschaftsmitglied bei Dynamo Dresden. Hier war sein größter Erfolg der Einzug ins Halbfinale des UEFA-Cup in der Saison 1988/89. 1990 wurde er zum Fußballer des Jahres ernannt. Im selben Jahr schaffte er den Sprung in die 1. Fußball-Bundesliga und wechselte zu Bayer Leverkusen. 1993 gewann Leverkusen durch ein Tor von Kirsten den DFB-Pokal.
Mit seinen 182 Bundesligatoren belegt Ulf Kirsten Platz 5 der ewigen Torschützenliste der Bundesliga. Für die BRD spielte er 51 Länderspiele der Nationalmannschaft und schoss dabei 20 Tore. Heute trainiert er die zweite Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen und kümmert sich um seine eigene Stiftung zugunsten der Nachwuchsarbeit seines Heimat-Vereins Dynamo Dresden.