
In strahlend weißen Trainingsanzügen wurden sechs geistig behinderte Sportler des SC Riesa am Montag zu den National Games der Special Olympics nach München verabschiedet. Die Ausrüstung sponserte das Vallourec & Mannesmann Rohrforschungszentrum. „Wir sind stolz darauf, in Riesa zu sein. Und V&M zusammen mit den Sportlern zu sehen macht große Freude“, sagte Geschäftsführer Norbert Keusen, der extra aus der Düsseldorfer Zentrale angereist war.
Der Kontakt kam bei den sächsischen Special Olympics im Herbst in Riesa zustande. Betriebsleiter Dr. Thorsten Anke war von der Atmosphäre schwer beeindruckt und überzeugte seine Chefetage, sich zu engagieren. „Ihr selbst habt mit tollen Leistungen großen Anteil daran“, lobte Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer die Sportler.
Am Sonntag fahren Grit Hantschmann, Jaqueline Kilz, Mandy Keil, David Wallrath, Nico Neubauer, Thomas Oppel und die zur Verabschiedung verhinderte Maria Rudolph in neuer Kleidung und mit den Sportskanonen-T-Shirts der Stadt nach Bayern, wo sich 5.000 geistig behinderte Sportler aus zu den National Games treffen. Begleitet werden sie von Delegationsleiterin Carmen Steinert, Trainer Sören Naschwitz und Betreuerin Heidi Buchwald.
Fast alle Wettkämpfe finden im Olympiapark der Spiele von 1972 statt. Die Schwimmer springen in jenes Becken, in dem Mark Spitz und Roland Matthes Geschichte schrieben. Am Montag steigt die große Eröffnungsfeier, bis Freitag dauern die Wettkämpfe. Die Riesaer starten auf den 25- und 50-Meter-Strecken. „Wir trainieren jetzt viel gezielter als früher, das spürt man sofort“, ist Sören Naschwitz optimistisch, dass die SC-Sportler bestmöglich abschneiden werden. Getreu dem Motto der Special Olympics: „Lass mich gewinnen. Und wenn ich nicht gewinnen kann, lass mich mutig mein Bestes geben.“ Neben den SC-Sportlern werden auch von der Lebenshilfe und der Förderschule Lichtblick einige Schwimmer in München dabei sein.