
Auf sonnige Momente hoffen die Erdgasarena und die FVG Riesa künftig nicht nur unterm Hallendach, sondern auch oben drauf. Dort ist seit vorigem Freitag eine Photovoltaikanlage in Betrieb, die den Energiebedarf von umgerechnet 95 Vier-Personen-Haushalten decken kann.
Montiert wurde die Anlage vom Unternehmen Juwi Solar aus Brandis bei Leipzig, Betreiber ist mit der Energieservice- und Arealmanagement GmbH (Esam) ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Riesa. „Ein großer Dank geht an die Arbeiter, die bei großer Hitze oft mehr als die obligatorischen achtdreiviertel Stunden am Tag dort oben die Solarzellen montiert haben“, sagte Esam-Geschäftsführer Sven Wilhelm. Auch die Abstimmung mit der FVG bei den Veranstaltungen habe reibungslos funktioniert.
Die Photovoltaikanlage bringt eine Leistung von 436 „Kilowatt peak“ – ein Fachterminus und Vergleichswert, der die Leistung unter bestimmten Standardbedingungen angibt. Wesentlich ist zudem die Einsparung von 224 Tonnen Kohlendioxid im Jahr, verglichen mit dem Ausstoß herkömmlicher Energieerzeugung auf Basis fossiler Brennstoffe.
Dies ist auch einer der Gründe, weshalb Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer in der Investition eine Gewinnsituation für alle Beteiligten sieht. Die FVG und die Stadt, die Esam und natürlich die Umwelt profitieren davon. „Wir setzen in unserer Kampagne ,natürlich clever’ einen weiteren Meilenstein“ sagte sie. Mit Photovoltaikanlagen auf der Arena, dem Göhliser Schafstall und dem Funktionsgebäude des SC Riesa, mit Blockheizkraftwerken in den Schulen, im Haus am Poppitzer Platz und im Rathaus – überall setzt die Stadt auf erneuerbare Energien. „Und es war noch nicht die letzte Maßnahme im gesamten Paket“, versprach die Oberbürgermeisterin.