
Ein herausragendes Bauprojekt für Gröba bekommt Konturen. Der Stadtrat vergab am Mittwoch einstimmig die Planungsleistungen für die Eisenbahnbrücke über die Paul-Greifzu-Straße an ein Ingenieurbüro aus Chemnitz. „Die Öffnung dieses Nadelöhrs wird von der Riesaer Wirtschaft sehnsüchtig erwartet.“, sagte Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer. Eine neue Brücke eröffnet den Unternehmen den kurzen Weg zur B 169 und zur Autobahn.
Derzeit besitzt die Überführung eine lichte Höhe von lediglich 3,90 Meter. Das führt dazu, dass immer wieder Lkw hängen bleiben und Riesas Feuerwehr dann die Schäden wie abgerissene Schilder beheben muss (siehe Foto vom Juni). Das Projekt sieht für die neu zu errichtende Brücke eine lichte Höhe von 4,50 m vor. Dazu soll zum einen die Straße abgesenkt, aber auch die Bahntrasse moderat angehoben werden. Das ist ein schwieriges technisches Unterfangen, weil ja die Gleise nur ein bestimmtes Gefälle bekommen dürfen. Die lichte Weite wird sich von 8,80 m auf 19,80 m sogar mehr als verdoppeln. Der gesamte Bau soll im Jahr 2013 vonstatten gehen.
Für die mit 133.000 Euro veranschlagten Planungskosten gibt es keine Fördermittel. Die eigentliche Großinvestition wird dann aber umfangreich bezuschusst. Neben einer Beteiligung der Deutschen Bahn darf Riesa erhebliche Mittel von der Europäischen Union erwarten. Der Brückenbau ist bekanntlich Teil des Projektes „Werkstadt Gröba“, dass vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird.