
Die Olympischen Sommerspiele beherrschen die Nachrichten, und die Wettbewerbe im Aquatics Center von London wecken aus Riesaer Sicht besondere Aufmerksamkeit. Seit Sonntag weilen Christin Steuer und Sascha Klein schon in der Olympiastadt. Die Wasserspringer des SC Riesa hegen in den Synchron-Wettbewerben vom Turm reelle Hoffnungen auf eine Medaille.
Steuer hält mit Partnerin Nora Subschinski „zwischen Rang drei und sechs alles für möglich“, sagte sie bei der Verabschiedung im Freibad Weida. „Die Chinesen sind Topfavorit, der Rest ziemlich ausgeglichen.“ Bei acht qualifizierten Duos findet kein Vorkampf statt. Der brachte Christin in den Einzelwettbewerben weder in Athen 2004 noch vier Jahre später in Peking Glück. Das Wissen, am Dienstag (16 Uhr MESZ) so oder so vorn dabei zu sein, tut der dreifachen Europameisterin sichtlich gut. „Ich finde Synchron sehr schön, bin verletzungsfrei und hoffe auf gute Tagesform.“ Sascha Klein ist mit Patrick Hausding schon am Montag an der Reihe, darf als Silbermedaillengewinner von 2008 erst recht auf Edelmetall hoffen.
Am nächsten Dienstag begibt sich eine Gruppe von „Wahl-Riesaerinnen“ auf den Flug von der Elbe an die Themse. Die japanische Nationalmannschaft im Synchronschwimmen führt zum dritten Mal eine Trainingswoche im hiesigen Hallenbad durch. Bereits kurz vor Weihnachten und über Ostern weilten die Sportlerinnen aus Fernost in Riesa. Sie schätzen nach langer Suche in Deutschland die sehr guten Bedingungen, den Komfort im Hotel und die kurzen Wege dazwischen.
Das Trainingslager im April mündete in den 3. Platz bei der entscheidenden Qualifikation für Olympia (wir berichteten). Riesas Sprungbecken, trotz geschlossener Schwimmhalle extra für die Japanerinnen vorbereitet und auf 30,5 Grad Celsius erwärmt, scheint Glück zu bringen. An den Russinnen führt für Gold kein Weg vorbei, aber der Traum von der Medaille scheint für die Japanerinnen am 9. und 10. August nicht unerfüllbar. Zudem bringen sie in London auch ein Duett an den Start.
Zum Foto: Kulturamtsleiterin Kathleen Kießling (l.) überreichte namens der Stadt "Magic Shirts" als Glücksbringer an Christin Steuer und Sascha Klein. Pavlo Rozenberg (r.) konnte sich leider nicht für Olympia qualifizieren, wurde für seine Saisonleistungen aber ebenfalls vom Sportclub gewürdigt.